Haselnuss-Schokolade-Financiers


Wieso die Financiers heissen? Ganz einfach: weil diese Backform die Form von kleinen Goldbarren hat. Ich hatte schon lange nach einer Gussform für Gianduiotti gesucht, dieser feinen Haselnussschokolade, die man im Piemont neben den Tartufi dolci zuhauf findet. Gefunden habe ich die charakteristische Gussform bis heute nicht, nun aber in Strasbourg eben diese Financiers, die sich nicht nur für flüssige Schokolade eignet, sondern auch für giessbaren Rührteig.

Kaum gekauft und wieder zuhause, kam ich auf die Idee, meinen Lieblingsrührteig (jenen für Schokoladekuchen) zu modifizieren und etwas haselnussiger zu gestalten. Ohne Schokoladeraspel geht’s natürlich trotzdem nicht. Das Resultat ist schon beim ersten Wurf gut herausgekommen.

Hier geht’s zum Rezept.

Werbeanzeigen

Heidelbeerkuchen


???????????????????????????????

Kuchen, Kuchen, Kuchen… noch nie hat mich das Thema dermassen in seinen Bann gezogen wie gerade im Moment.

Ostern ist zwar erst in anderthalb Monaten, den gleichnamigen Kuchen habe ich aber bereits zweimal gebacken. Bündner Nusstorte ist eigentlich ein Dauerbrenner – was anderes soll man denn auch bloss mit 4 kg Pekannüssen anfangen. Schokoladekuchen, mein Einstieg vor einigen Jahren in die Kuchenwelt, musste gerade vor ein paar Tagen sein, da war noch Schokolade seit längerer Zeit offen. Fuatscha da marruns, der Marronikuchen, den man auch im Weck-Glas kaufen kann, ist auch noch nicht lange her. Tarte Tatin schmeckt immer gut, kann gleich vor den Augen des Besuchs gemacht werden und verbreitet beim Backen einen herrlichen Geruch in der Wohnung.

Der erste Heidelbeerkuchen – ein traumatisches Erlebnis

Und jetzt also auch noch Heidelbeerkuchen. Erstmals angetroffen vor einigen Jahren in der Boval-SAC-Hütte im Engadin. Eiskalt angelogen hatte mich der Küchenmitarbeiter, bei dem ich mich nach dem Rezept erkundigt hatte. Ich solle gefrorene Heidelbeeren nehmen, hatte er gemeint, die würden auf dem Rührteig obenauf schwimmen. Von wegen. Abgesoffen sind sie und haben sich auf dem Teigboden gesammelt. Nächstes Rencontre mit dem praktisch gleichen Kuchen: in der Auvergne, der herrlichen Vulkanlandschaft des Massif central in Frankreich, wo es die kleinen, feinen, blauen Beeren zuhauf gibt. Da kam ich dann im Postkartenformat ans richtige Rezept ran, und das war auch gar nicht so schwierig zum nachbacken. Und seit ich den Mürbeteig nicht mehr fixfertig kaufe, sondern selber mache (Kenwood Chef sei Dank…), hat er gleich nochmals dazugewonnen.

Hier  geht’s zum Rezept.

 

 

Schon probiert? Choclo


choclo

Ein Sprudelgetränk auf Kakaobasis… ist das ein Witz? Könnte man meinen. Trotzdem hat es eine Schweizer Firma probiert. Vor wenigen Monaten wurde es lanciert, heissen tut es Choclo.

Ich liebe Schokolade in jeder Form, ausser in Kombination mit Säure wie z.B. in Joghurt oder Quark. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kalt, bei Zimmertemperatur, warm oder auch heiss. Schokolade bringt Wärme. Ausser eben mit Säure, das geht nicht. Das Potential ist also gross, dass dieses Getränk mit Kohlensäure in mir einen Schüttelfrost auslöst, die Skepsis beim Öffnen der ersten Dose ist dementsprechend.

Halten wir erstmal die Nase rein. Erinnert mich an etwas… genau, so riechen die kleinen, braunviolettschwarzen Orchideen auf Bergwiesen, das Männertreu. So eine Mischung aus Vanille und Kakao. Mit den schlimmsten Erwartungen führe ich die Büchse an die Lippen. Doch siehe da, das Unerwartete tritt ein: es schmeckt, und zwar gar nicht mal so übel, und bei jedem Schluck etwas mehr. Gut, bei einem Blindtest hätte ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht an Schokolade gedacht, bloss weil da 8% Kakao drin sein sollen. Ich würde das Getränk jetzt auch nicht als DEN Durstlöscher empfehlen, wie z.B. meinen selbsgebrühten Eistee, den ich nach einer Biketour literweise in mich reinschütte. Aber: es geht, mal so zur geschmacklichen Abwechslung. Gerne wieder. Mit CHF 2.50 schlägt das Zweineinhalbdezidöschen recht arg zu Buche, aber ich werde es bestimmt wieder mal kaufen.

Bündner Nusstorte


nusstorte

Wer meint, eine Bündner Nusstorte zu machen sei nur etwas für Profis wie Bäcker oder Konditoren, der irrt. Es gibt viele Gerichte und Backwaren, die bedeutend schwieriger herzustellen sind. Eigentlich besteht diese Kalorienbombe nur aus zwei Dingen: einem Mürbeteig und Rahmkaramell mit Nüssen.

Der Rest ist etwas Fingerfertigkeit und Übung. Mit etwas Zitronenzeste im Mürbeteig hebt man sich von den üblichen Nusstorten ab und beschert ein zusätzliches Geschmackserlebnis. Mit Pekannüssen ebenfalls: sie kommen aus der gleichen Pflanzenfamilie wie Walnüsse, sind aber nie bitter. Und kaum je verirren sich bei ihnen Nussschalen in die Nüsse, die bei den Walnüssen schon manchen seine Zähne haben ausbeissen lassen.

Wer nicht glaubt, wie einfach es geht: hier geht’s zum Rezept.