6 mal Scheiben, 1 mal Stampf: Kartoffelchipstest


Kartoffelchips

Eine Freundin hat vor einiger Zeit vorgeschlagen, ich solle doch mal was über Kartoffelchips schreiben, so testmässig. Machen wir doch gerne, für Vergleichsdegustationen bin ich immer zu haben. Die nächste Einladung bei ihnen sollte gleich als Anlass dienen, einen Blindtest mit verschiedenen Kartoffelchips durchzuführen.

Die Versuchsanlage: beide Parteien sollten je zwei Tüten mit Kartoffelchips mitbringen. Vier verschiedene, versteht sich. Nur Kartoffelscheiben, keine formgepressten Kartoffelstock-Chips. Jeweils nur die gesalzenen Varianten, damit sie auch vergleichbar sein würden.

So ganz zurückhalten konnten wir uns beide dann beim Kauf doch nicht: drei Tüten haben wir beigesteuert, drei die Gastgeber, plus als Ablöscherli dann doch noch eine Rolle Kartoffelstock-Chips. In sieben neutralen, nummerierten Schälchen traten die folgenden Kandidaten zum Vergleichstest an:

  • Zweifel nature
  • Kettle Seasalt (gekauft in einem Cindy’s-Diner)
  • Migros Bio Chips nature (Migros-Eigenmarke)
  • Léger (Migros-Eigenmarke, 30% fettreduziert)
  • Bio-organic hand cooked Chips Seasalt (gekauft bei Alnatura)
  • Chio nature
  • Lidl Kartoffelchips (ausser Konkurrenz)

Artig haben wir uns durch die Kandidaten gefuttert und das von den Gastgebern erstellte Testblatt durchgearbeitet. Ein, zwei oder drei Sterne waren als Wertung zu vergeben, die dann zum Schluss zum Vier-Gaumen-Gesamtresultat addiert wurden.

Für einmal waren die mit Abstand teuersten Chips (allerdings wenig erstaunlich, da bei Cindy’s zum Kioskpreis gekauft) zusammen mit einem weiteren Kandidaten auch die besten: Die englischen Kettle teilten sich zusammen mit den Migros-Biochips den Podestplatz. Beide zeichnen sich durch einen relativ dicken Schnitt der Scheiben aus, die beim Beissen richtiggehend krachen. Kettle sind etwas salziger, die Migros Bio etwas weniger. Der Rest war Mittelfeld: entweder zu dünn, zu bleich oder zu wenig salzig oder eine Kombination dieser drei Faktoren. Nicht übel, aber auch nicht wow. Gilt auch für die Klassiker von Zweifel.

Weit abgeschlagen: die Kartoffelstampf-Chips von Lidl, der Pringle-Abklatsch sozusagen. Anämisch bleich, pappig, mehlig, fade. Prädikat: nein danke, nur im äussersten Notfall wieder.

Kartoffelchips2

Vor kurzem habe ich noch ein neues Produkt probiert, das meines Erachtens das Zeug zum Sieg in unserem Test gehabt hätte: Kezz-Chips von Zweifel. Nur zwei Sorten gibt es, eine davon mit Meersalz. Dick geschnitten, superknusprig, schön salzig.

 

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