Luftiger Gruss aus dem Elsass: Hefegugelhupf à la Ferber


Hefegugelhupf

Der Elsässer, so wird er auch genannt. Ist seines Zeichens ein mit Butter reichlich ausgestattetes Hefegebäck, mit in Gewürztraminer oder Höherprozentigem eingelegten Rosinen bestückt und mit Mandeln verziert. Und schmeckt einfach yummy. Muss aber schnell gegessen werden.

Was dem Italiener der Panettone oder die Colomba di pasqua, ist dem Franzosen der leicht süssliche Elsässer Hefegugelhupf. Bin ich im Elsass, so gehört er genauso zu den Nachhausebringseln wie Baguette und Munster-Käse. Schon beim ersten Besuch in der Gegend war mir aufgefallen, dass so ungefähr jede Bäckerei in den putzigen Orten neben Makronen in diversen Ausführungen Gugelhüpfe in den Schaufenstern ausstellt.

Backen tue ich den Hefegugelhupf schon seit Jahren, das Rezept habe ich aber noch angepasst, nachdem eine elsässische Gugelhupf-Backkoryphäe im Fernsehen ihr Rezept preisgegeben hatte: Christine Ferber macht in Niedermorschwihr offenbar nicht nur Konfitüren, die ihresgleichen suchen und die ihr die Leute aus den Händen reissen, sondern ebensolche unvergleichlichen Hefegugelhüpfe. Dem Vernehmen nach gehen bei ihr Bestellungen aus ganz Frankreich ein.

Ihr Geheimnis: behutsam mit dem Teig umgehen und ihm viel Zeit lassen. Er wird zweimal während zwei Stunden gehen gelassen, bevor er in den Backofen geschoben wird. So schnell mal am Abend macht man keinen Gugelhupf nach ihrer Façon, dazu braucht man schon einen halben Tag Zeit. Seit ich ihn selber nach Madame Ferbers Rezept backe, kann ich allerdings sagen: es lohnt sich, die Geduld dafür aufzubringen, das Resultat spricht für sich.

Hier geht’s zum Rezept.

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Ode an die Vielfalt: Bio-Äpfel frisch vom Markt


Aepfel
Sirius, Ariwa, Winterling – Bio-Äpfel vom Markt

Die Schweiz ist ein Apfel-Land, also kaufe ich auch ausschliesslich hiesige Äpfel. Jahrzehnte ist es her, seit sich ein südafrikanischer Granny Smith in meinen Einfkaufskorb verirrt hat. Mit einer grossen Auswahl bezüglich einheimischen Äpfeln ist’s bei den Detailhändlern aber leider auch nicht weit her.

Haben es einem v.a. jene Speiseäpfel angetant, die mit einer Portion Säure für die nötige Frische sorgen, die dann auch noch aromatisch und saftig sein sollen, fällt schon mal einiges weg. Gala, Golden Delicious, Pink Lady und ähnliche? Nein danke, nicht für mich – zu langweilig.

Braeburn ist meist eine recht gute Wahl, dann noch ab und zu mal Jazz oder Cox Orange, auch Topaz und Mairac habe ich schon gefunden. Damit hat sich’s dann aber bald mal. So stehe ich dann eins ums andere Mal vor dem Regal und frage mich, ob ich denn nun schon wieder einen Braeburn nehmen muss.

Muss ich nicht. Da gibt es mehr als das, was die grossen Detailhändler anbieten. Wo? Auf dem Markt, beim Spezialisten.  Obstbauer Martin Brändli beispielsweise ist Herr über 2000 Obstbäume, bei den Apfelbäumen sind es sage und schreibe 70 Sorten, die zu unterschiedlicher Zeit geerntet werden und die er nach der Reifezeit im Lager an seinem Stand auf dem Bürkliplatz von 6 Uhr früh bis um 11 Uhr anbietet.

http://www.meileneranzeiger.ch/Nr-40.560.0.html

Aber auch wenn der Bürkliplatzmarkt ausser Reichtweite liegt: der Gang zum Wochenmarkt – wo auch immer er sein mag – lohnt sich allemal. Wer saisonal einkaufen will und nicht Alltägliches sucht, findet hier eine riesige Bandbreite an Produkten, wie sie im Detailhandel sonst nicht zu finden ist.