Döner? It’s vegan, Baby!


Doener

So wie der zweite Teil des Titels heisst der Slogan eines veganen Restaurants, das im September in Zürich seine Pforten geöffnet hat. Auf den veganen Döner der beiden Schwestern Erisik, die das Restaurant im X-tra am Limmatplatz neuerdings betreiben, bin ich lesend bereits vor etwa einem halben Jahr gestossen. Damals gab’s den nur im Catering, jetzt auch für den täglichen Bedarf, probiert letzten Dienstag.

Fast Food ist eigentlich ein Nogo für mich. Zum widerlichsten, was die Geruchsrezeptoren in meiner Nase beleidigt, gehören Burgers mit ihren miefenden Saucen. Packt jemand im Zug so ein Ding aus, muss ich den Platz wechseln. Zwei Dinge gibt’s allerdings, die ich mag und ab und zu esse: Döner und Shwarma. Die beiden sind einander sehr ähnlich, der Israeli, der den einen Stand betreibt, wo ich immer meinen Shwarma hole, mag es jedoch gar nicht, wenn des Unterschieds Unkundige bei ihm einen Döner bestellen.

Und jetzt gibt’s also den Döner auch für Veganer – bzw. für Veganerinnen, die meisten sind ja Frauen, Männer kenne ich bis zum heutigen Tag keine. Meine Neugier, ob sowas auch nur annähernd so schmecken kann wie das Original, war im Verlaufe der letzten Monate immer grösser geworden, gefördert durch weitere Artikel über das bunte Treiben der beiden Erisik-Schwestern.

Das einzige, was es zu tun gibt, ist das Fleisch zu ersetzen und Saucen wegzulassen, die Eier, Milch- oder andere tierische Produkte enthalten. Der Rest genügt bereits den Ansprüchen der veganen Ernährung. Verwendet wird im „Daddy cool“ als Fleischersatz Seitan, ein aus Weizenmehl ausgewaschenes Protein, das eine fleischartige Konsistenz hat.  Was sich da dem Auge im Wickelbrot präsentiert, ist schon mal verblüffend: sieht genau aus wie das, was beim Original-Döner mit diesen Elektromessern von den mächtigen Fleischspiessen ganz dünn abgeschnitten wird.

Der erste Biss übertraf all meine Erwartungen: dominierender Geschmack in diesem veganen Abkömmling ist Kreuzkümmel und wohl noch das eine oder andere orientalische Gewürz. Das war wohl der würzigste Döner, den ich je gegessen habe.  Und wenn es neben der Würzigkeit noch schärfer sein soll, kann man mit Chillisamen nachhelfen. Ebenfalls sehr erfreulich: da versucht keine Sauce einen auf Cocktail zu machen. Die lasse ich auch beim traditionellen Döner immer weg und bestelle ihn stattdessen mit Joghurtsauce und Chillisamen.

Fazit: kann locker mit der Fleischvariante mithalten, zumindest dieser eine Döner von Elle’n Belle. Zur Nachahmung empfohlen.

Link zu Elle’n Belle.

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