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Beim Barte des Mönchen!


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Der Bärlauch spriesst bereits, die erste Suppe hat am letzten Wochenende ihren Weg in die Mägen gefunden. Da gibt’s aber noch anderes Saisonales, was die Natur von sich aus einfach so hergibt und der Erwähnung mehr als wert ist. Mönchsbart zum Beispiel. Nur eine kurze Genusszeit ist ihm beschieden, sammeln kann man ihn allerdings bei uns nicht. Er wächst auf Dünenwiesen am Mittelmeer.

Suchen muss man dieses Kraut trotzdem gehen, auch wenn es nicht bei uns heimisch ist: auf den Lebensmittelmärkten oder in Gourmetabteilungen. Zu ausgefallen ist es, als dass man es einfach im Supermarkt kaufen könnte. Gestern ist mir in den Sinn gekommen, dass seine Zeit wieder naht, frühmorgens bin ich aus purer „Ist es wohl schon so weit?“-Neugier auf den Lebensmittelmarkt in Zürich-Oerlikon gegangen. Und siehe da – Barba di frate, wie die Italiener ihn nennen, knackig grün und frisch. Gleich gekauft, geplantes Abendessen über den Haufen geworfen.

Ob neben Italien andere Länder diese Wegerich-Art ebenfalls kulinarisch verwerten, entzieht sich meiner Kenntnis. Für mich ist Mönchsbart zwingend mit Italien verbunden. Als gedünstetes Gemüse wird er mit seinem erdigen Geschmack etwa als Beilage zu Fleisch oder Fisch empfohlen. Als Pastagericht paart er sich der Form seiner Blätter wegen ausnehmend gut mit Spaghetti. Sein Aroma ist nicht allzu intensiv, er sollte deshalb nicht durch starke andere Geschmäcker in die hinteren Reihen verwiesen werden. Olivenöl, Cherrytomaten, sehr dezent Zwiebeln und Knoblauch einsetzen, salzen – basta.

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Hier geht’s zum Rezept.