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Nussparfait für eiertrennfaule Küchenmaschinen-Besitzer


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Seit ich eine Küchenmaschine besitze,  bin ich zum Simplifzierer geworden. Zumindest in der Disziplin Eier trennen, die beiden Bestandteile zusammen mit Zucker separat schaumig schlagen und wieder zusammenfügen. Eine Küchenmaschine erledigt alles zusammen in einem einzigen Schritt.

Gelernt hatten wir damals im Hauswirtschafts-Obligatorium, dass schon die geringste Menge Eigelb im Eiklar es unmöglich macht, dieses noch schaumig zu schlagen.  Und auch sonst hat einem das jeder bestätigt, also habe ich mich immer daran gehalten und die Eier sorgfältigst getrennt.

Ein Rezept allerdings, das ich vor ein paar Jahren erhalten habe, hat mir gezeigt, dass das gar nicht immer nötig ist. Auf alle Fälle nicht für Besitzer einer Küchenmaschine. In diesem Rezept für Schoggikuchen stand, dass man ein paar Eier zusammen mit Zucker schaumig schlagen solle. Bis dahin hatte ich immer schön brav die Eier getrennt, Eiweiss schaumig geschlagen, beiseite gestellt, Schüssel geputzt, Eigelb mit Zucker hellgelb gerührt und dabei zugesehen, wie beim späteren Zugeben von gemahlenen Nüssen und Schokolade die ganze luftige Pracht wieder in sich zusammenfällt.

Und jetzt also die ganzen Eier zusammen mit Zucker schaumig schlagen? Funktioniert problemlos, zumindest, wenn man eine Küchenmaschine hat und diese hochtourig motoren lässt. Ich hatte befürchtet, dass der fertige Kuchen vielleicht weniger luftig sein könnte – Fehlanzeige, keinerlei Unterschied sicht- oder spürbar.

Seit ich diese Beobachtung gemacht habe, vereinfache ich jedes Rezept, bei dem man Eier mit Zucker schaumig schlagen und die beiden Bestandteile nachher wieder zusammenfügt. Die Küchenmaschine richtet’s. Jüngst so passiert bei diesem Rezept für Nussparfait, das ich ausprobiert habe. Die Konsistenz ist so tadellos wie beim Originalrezept mit getrennten Eiern. Herrlich dazu passt beispielsweise ein Dörrpflaumen-Portwein-Kompott.

Hier geht’s zum Rezept.