Vom gar nicht mal so grossen Aufwand, Blätterteig selber herzustellen


blaetterteig

Von den portugiesischen Rahmtörtchen hatte ich bereits weiter unten berichtet. Auf den Azoren nach ihnen süchtig geworden, wollte ich sie zuhause unbedingt selber backen. Das einzige, was bei all meinen Versuchen nie ans Original herangekommen war, waren die verschiedenen ausprobierten Blätterteige. Kein einziger hatte sich so schön aufgefächert und war auch nur annähernd so knusprig wie die, die man dort eigentlich überall bekommt. Also blieb mir nur eines: selber einen machen.

Beim ersten Anblick der Pasteis auf den Azoren hatte ich gedacht, der verwendete Teig sei Filo- oder Strudelteig. Beim Reinbeissen hatte es ungewohnt stark geknistert. Wie die Nachlese jedoch ergab, wird Blätterteig verwendet. Bloss sah der eben irgendwie anders aus als bei uns, jede Schicht war einzeln erkennbar, wie das Bild unten zeigt.

Bei den ersten Nachbackversuchen zuhause habe ich das getan, was eigentlich so ungefähr jedes Rezept empfohlen hatte: Fixfertig-Blätterteig aus dem Kühlregal verwenden. Um es kurz zu machen: kein einziger hat das gewünschte Resultat geliefert, nicht mal der einzige gefundene Blätterteig, der auch tatsächlich Butter und nicht Palmfett enthält, nämlich Anna’s Best von Migros.

Also blieb mir nur noch eines: allen „Das ist doch viel zu aufwendig“-Unkenrufen zum Trotz mich da mal ranwagen. Die beiden Komponenten sind denkbar einfach: Butter und Teigmantel, und der Teigmantel besteht gerade mal aus Weissmehl, Wasser und Salz.

Der Teig selber war viel einfacher herzustellen als befürchtet. Ausgewallt ist er schnell, gefaltet auch, aber nach jeder Tour (so nennen sich die Faltvorgänge) muss er eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern, bevor er wieder ausgewallt und erneut gefaltet werden kann. Nach einer einfachen (ergibt eine Verdreifachung der Schichten) und einer doppelten Tour (ergibt eine Vervierfachung) hat man 12 Teigschichten. Soll es so aussehen wie auf dem untenstehenden Bild: auf keine Fall nochmals falten, sonst werden die Teigschichten zu dünn und sind nicht mehr als solche auszumachen.

Hier geht’s zum Rezept.

pastel-de-nata

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