Schon probiert? Haselnusscake der Kartause Ittingen


Klostercake

Bei Licht besehen: ein Haselnusscake mit Schokoladesplittern. Und Marzipan, sagt die Etikette. Ewig haltbar, also auch als Geschenk sehr geeignet. Wird aber nie wirklich alt, selbst im Einpersonenhaushalt nicht. Wer ihn einmal angeschnitten hat, schneidet sich täglich ein Stück ab. In spätestens zehn Tagen ist er also Vergangenheit.

Wer es jemals nach Mostindien in die Gegend des Kantonshauptorts Frauenfeld schafft: unbedingt hingehen, zur Kartause Ittingen. Ab Bahnhof Frauenfeld ist der stattliche Gutsbetrieb per pedes im lockeren Wandertempo ausserdem innert weniger als einer Stunde zu erreichen. Dort angekommen wartet der Klosterladen mit Produkten wie Käse, Würsten, Wein und – nicht zu vergessen – dem bekannten Bier, das zwar nicht dort produziert wird, aber immerhin den Hopfen als Würze dazu liefert.

https://www.kartause.ch

 

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Tag der offenen Weinkeller/Restaurantbesuch in Bad Osterfingen


Roetiberg

Zum wiederholten Mal öffnen Weinkeller in der ganzen Schweiz in den ersten Maitagen ihre Pforten, damit interessierte Besucher nicht nur haufenweise Fragen zu Anbau und Produktion stellen , sondern die Produkte auch noch degustieren und und sich vor Ort verpflegen können. Bereits besucht hatten wir in den letzten Jahren Eglisau, einige Zürichseegemeinden und das Klettgau. Diesmal fiel unsere Wahl auf die Schaffhauser Gemeinden Wilchingen und Osterfingen.

Mehrmals in den vergangenen Jahren hatten wir auch versucht, endlich wieder einmal dem Restaurant „Bad Osterfingen“ einen Besuch abzustatten. Bei jedem Spontanbesuch waren wir angebrannt. Entweder verhinderten gerade Betriebsferien oder Wirtesonntag oder sonst etwas unser Vorhaben. Aber diesmal hatten wir nicht nur Glück, sondern vorgängig sichergestellt, dass dieser wunderbare Landgasthof mit seinem köstlichen Essen am 1. Mai geöffnet war – und einen Tisch reserviert.

Start war um 11 Uhr in Wilchingen, vor dem Mittagessen wollten wir noch einen Produzenten besuchen. Unser Weg führte uns geradewegs ins modern gestylte Degustationslokal des Weinguts Rötiberg, das nicht nur mit schnörkellos-edlen Flaschenetiketten in schwarz und gold aufwartete, sondern auch sehr gute Weine produziert.

Keller Osterfingen

Nach dem Mittagessen ging’s weiter mit einem kurzen Abstecher in den Keller des Restaurants Bad Osterfingen und fruchtbetonten, weissen Assemblagen bei Hedinger in Wilchingen. Unglaublich, was dieses Böden an fruchtigen Weissweinen hervorbringt.  Bezüglich Rotweinen ist das Klettgau noch immer hauptsächlich Blauburgunderland – Pinot noir den ich bis heute noch jedem doppelt bis dreimal so teuren Burgunder vorziehe. Aber auch andere Gewächse wie Dornfelder, Regent oder Cabernet Jura sind in den letzten Jahren vermehrt hier aufgetaucht.

Der letzte Abstecher des Tages führte uns nach Trasadingen, zu Rüedi, der nicht nur Weine produziert, sondern einen stattlichen Eventbetrieb mitten im Dorf aufgebaut hat. Schlafen im Fass? Wäre ich jetzt nicht auf die Idee gekommen, kann man da aber machen. Ob einem die Dämpfe im Fass wohl einen besonders ruhigen Schlaf bescheren? Wir werden es wohl nie erfahren. Wir waren aber wegen der Weine dort, geblieben ist mir v.a. der Kerner, eine Traubensorte, die ich zwar dem Namen nach kannte, aber noch nie probiert hatte. Blumig, fruchtig, trocken ausgebaut – ein herrlicher Apérowein.

Damit war der Tag dann auch schon vorbei. Wir kommen wieder – keine Frage!

 

Nutella für Puristen


Haselnussbrotaufstrich

Vor langer, langer Zeit, es ist schon fast nicht mehr wahr, gab es in der Migros einen wunderbaren Haselnuss-Brotaufstrich namens „Nuxo“.  Irgendwann nahm das orange „M“ ihn aus den Regalen, vermutlich zu einer Zeit, als Nutella ihm den Rang ablief. Jahre später bin ich auf etwas Ähnliches gestossen, konnte aber keinen Nachschub besorgen. Was mich zu meinem beliebten „das kann man auch selber machen“ geführt hat.

Momentan 66 Einträge auf der Migipedia-Produktplattform der Migros, wo Migros-Kunden ihre Meinung zu Produkten kundtun können, zeugen davon, dass der süsse Brotaufstrich auch zig Jahre später noch eine grosse Fangemeinde hat. Sie beknien die Produktmanager, das Objekt ihrer noch immer nicht vergessenen Begierde doch wieder ins Sortiment aufzunehmen. Bis heute stossen sie dort aber auf ausgesprochen taube Ohren.

Zu dieser Fangemeinde hatte ich gar nicht gehört, sondern bin zu Nuxo gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Und zwar habe ich aus den Ferien in der Auvergne in Zentralfrankreich einen Haselnusshonig nach Hause gebracht. Erstanden hatte ich ihn auf einem Markt in Le Puy en Velay, der den Bienen und ihren Produkten gewidmet war. Als ich ihn zum ersten Mal probierte, kam mir sogleich dieser Brotaufstrich in den Sinn, den ich als geschmackliche Kindheitserinnerung in meinem Gedächtnis abgespeichert hatte.

Das Glas war innert kurzer Zeit leer, und der Versuch Ersatz zu besorgen scheiterte kläglich. Die Etikette aber verriet mir, dass die Reproduktion in der heimischen Küche eigentlich recht einfach zu bewerkstelligen sein sollte: 20 % Haselnüsse, 80 % Akazienhonig. Akazienhonig muss es deswegen zwingend sein, weil er dank seiner Milde geschmacklich kaum an Honig erinnert. Nur schon beim Ersatzprodukt aus einem Akzien-/Blütenhoniggemisch, das ich in der Not mal nehmen musste, drang der Honiggeschmack zu stark durch.

Unwissend, dass man Haselnussmus fixfertig (aus 100% Haselnüssen, ohne Zuckerzusatz, von  Demeter-Produzent „Rapunzel“) im Reformhaus findet, habe ich zuerst selber mit Haselnüssen rumexperimentiert. Das Resultat war leider nicht sehr erbaulich. Um ein feines Mus hinzukriegen, bräuchte man wohl schon beinahe eine Conche, wie sie bei der Schokoladeherstellung eingesetzt wird. Irgendwann erzählte ich einem Freund von meinen erfolglosen Versuchen, der daraufhin bloss meinte: „Warum nimmst du nicht einfach das aus dem Reformhaus?“.  Gesagt – getan. Akazienhonig und Haselnussmus gekauft, das Ganze im erwähnten Verhältnis abgemischt – und siehe da: Nuxo reloaded! Wer Nutella, bzw. Haselnüsse mag – unbedingt selber probieren.

Bärlauchknospen in Essigsud


Baerlauchknospen

Als Kind hatte ich sie gehasst: Kapern. Meine Mutter hatte daraus jeweils eine weisse Sauce gemacht, die zu essen mir zutiefst widerstrebte. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich wieder auf ihren Geschmackt gekommen bin.

Vor gut 10 Jahren dann in der Toscana eine Begegnung der anderen Art, diesmal nicht mit den eingelegten, mediterranen Blütenknospen, sondern mit dem, was entsteht, wenn die Blüten befruchtet wurden (der Biologe drückt durch): mit Kapernäpfeln. Diesmal war das Rencontre ein durchaus angenehmes. Es ist allerdings auch viel Wundersames passiert seit damals, als ich in der Verwandschaft als heikler Bub verschrien war.

Item, Kapern mag ich heute, und zwar nicht nur die Früchte, sondern auch die Knospen, die ich zwischendurch gerne mal aus dem Glas löffle. Zwar nicht familiär verwandt, aber von der Machart her gleich sind Bärlauchknospen. Schon letztes Jahr hatte ich sie machen wollen, aber irgendwie den Termin verpasst. Heuer hat’s nun geklappt, und es war die Mühsal des Knospenabzwickens wert. Das riecht nicht nur nach Essig, der Bärlauchgeschmack drückt auch bei den Knospen wunderbar durch. Und gemacht sind sie ratzfatz.

Hier geht’s zum Rezept.

Gourmetfreuden bei Meister Eder


Eichmuehle

Gründonnerstag 2014: Wie kann man die bevorstehenden Osterfeiertage schöner einläuten als mit einem Besuch in einem Gourmetrestaurant. Mit 16 Punkten des Gastroführers Gault Millau wird Jürgen Eder seit Jahren geadelt – vollumfänglich verdient, meiner Meinung nach. Eine Leistung, für die er aber nicht mutterseelenallein verantwortlich zeichnet: die Eichmühle ist ein familiäres Gemeinschaftswerk. Frau und Tochter sind beide im Service beschäftigt, Sohn Oli ebenfalls in der Küche. Die idyllische Lage und der gepflegte Garten verheissen Gutes, ebenso  der warme Empfang durch die Gastgeber im Innern. Wie das Essen war, ist hier zu erfahren.

Haselnuss-Schokolade-Financiers


Wieso die Financiers heissen? Ganz einfach: weil diese Backform die Form von kleinen Goldbarren hat. Ich hatte schon lange nach einer Gussform für Gianduiotti gesucht, dieser feinen Haselnussschokolade, die man im Piemont neben den Tartufi dolci zuhauf findet. Gefunden habe ich die charakteristische Gussform bis heute nicht, nun aber in Strasbourg eben diese Financiers, die sich nicht nur für flüssige Schokolade eignet, sondern auch für giessbaren Rührteig.

Kaum gekauft und wieder zuhause, kam ich auf die Idee, meinen Lieblingsrührteig (jenen für Schokoladekuchen) zu modifizieren und etwas haselnussiger zu gestalten. Ohne Schokoladeraspel geht’s natürlich trotzdem nicht. Das Resultat ist schon beim ersten Wurf gut herausgekommen.

Hier geht’s zum Rezept.

Heidelbeerkuchen


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Kuchen, Kuchen, Kuchen… noch nie hat mich das Thema dermassen in seinen Bann gezogen wie gerade im Moment.

Ostern ist zwar erst in anderthalb Monaten, den gleichnamigen Kuchen habe ich aber bereits zweimal gebacken. Bündner Nusstorte ist eigentlich ein Dauerbrenner – was anderes soll man denn auch bloss mit 4 kg Pekannüssen anfangen. Schokoladekuchen, mein Einstieg vor einigen Jahren in die Kuchenwelt, musste gerade vor ein paar Tagen sein, da war noch Schokolade seit längerer Zeit offen. Fuatscha da marruns, der Marronikuchen, den man auch im Weck-Glas kaufen kann, ist auch noch nicht lange her. Tarte Tatin schmeckt immer gut, kann gleich vor den Augen des Besuchs gemacht werden und verbreitet beim Backen einen herrlichen Geruch in der Wohnung.

Der erste Heidelbeerkuchen – ein traumatisches Erlebnis

Und jetzt also auch noch Heidelbeerkuchen. Erstmals angetroffen vor einigen Jahren in der Boval-SAC-Hütte im Engadin. Eiskalt angelogen hatte mich der Küchenmitarbeiter, bei dem ich mich nach dem Rezept erkundigt hatte. Ich solle gefrorene Heidelbeeren nehmen, hatte er gemeint, die würden auf dem Rührteig obenauf schwimmen. Von wegen. Abgesoffen sind sie und haben sich auf dem Teigboden gesammelt. Nächstes Rencontre mit dem praktisch gleichen Kuchen: in der Auvergne, der herrlichen Vulkanlandschaft des Massif central in Frankreich, wo es die kleinen, feinen, blauen Beeren zuhauf gibt. Da kam ich dann im Postkartenformat ans richtige Rezept ran, und das war auch gar nicht so schwierig zum nachbacken. Und seit ich den Mürbeteig nicht mehr fixfertig kaufe, sondern selber mache (Kenwood Chef sei Dank…), hat er gleich nochmals dazugewonnen.

Hier  geht’s zum Rezept.

 

 

Schon probiert? Choclo


choclo

Ein Sprudelgetränk auf Kakaobasis… ist das ein Witz? Könnte man meinen. Trotzdem hat es eine Schweizer Firma probiert. Vor wenigen Monaten wurde es lanciert, heissen tut es Choclo.

Ich liebe Schokolade in jeder Form, ausser in Kombination mit Säure wie z.B. in Joghurt oder Quark. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, kalt, bei Zimmertemperatur, warm oder auch heiss. Schokolade bringt Wärme. Ausser eben mit Säure, das geht nicht. Das Potential ist also gross, dass dieses Getränk mit Kohlensäure in mir einen Schüttelfrost auslöst, die Skepsis beim Öffnen der ersten Dose ist dementsprechend.

Halten wir erstmal die Nase rein. Erinnert mich an etwas… genau, so riechen die kleinen, braunviolettschwarzen Orchideen auf Bergwiesen, das Männertreu. So eine Mischung aus Vanille und Kakao. Mit den schlimmsten Erwartungen führe ich die Büchse an die Lippen. Doch siehe da, das Unerwartete tritt ein: es schmeckt, und zwar gar nicht mal so übel, und bei jedem Schluck etwas mehr. Gut, bei einem Blindtest hätte ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht an Schokolade gedacht, bloss weil da 8% Kakao drin sein sollen. Ich würde das Getränk jetzt auch nicht als DEN Durstlöscher empfehlen, wie z.B. meinen selbsgebrühten Eistee, den ich nach einer Biketour literweise in mich reinschütte. Aber: es geht, mal so zur geschmacklichen Abwechslung. Gerne wieder. Mit CHF 2.50 schlägt das Zweineinhalbdezidöschen recht arg zu Buche, aber ich werde es bestimmt wieder mal kaufen.

Bündner Nusstorte


nusstorte

Wer meint, eine Bündner Nusstorte zu machen sei nur etwas für Profis wie Bäcker oder Konditoren, der irrt. Es gibt viele Gerichte und Backwaren, die bedeutend schwieriger herzustellen sind. Eigentlich besteht diese Kalorienbombe nur aus zwei Dingen: einem Mürbeteig und Rahmkaramell mit Nüssen.

Der Rest ist etwas Fingerfertigkeit und Übung. Mit etwas Zitronenzeste im Mürbeteig hebt man sich von den üblichen Nusstorten ab und beschert ein zusätzliches Geschmackserlebnis. Mit Pekannüssen ebenfalls: sie kommen aus der gleichen Pflanzenfamilie wie Walnüsse, sind aber nie bitter. Und kaum je verirren sich bei ihnen Nussschalen in die Nüsse, die bei den Walnüssen schon manchen seine Zähne haben ausbeissen lassen.

Wer nicht glaubt, wie einfach es geht: hier geht’s zum Rezept.