Kalter Tee für heisse Tage


Eistee

Seit Jahren mache ich meinen Eistee selber: aufbrühen, auskühlen lassen, zuckern, kühlstellen. Und immer wieder wollen die Leute wissen, was in diesem Tee drin sei. Meist sind die 3 Liter, die ich pro Mal mache, dann auch schnell weg. V.a. wenn es so heiss ist wie im Moment. Zeit, das Rezept mal zu veröffentlichen.

Begonnen hat die Geschichte des Selber-Tee-Brühens vor etwa 15 Jahren. In einem Restaurant gleich hinter dem Paradeplatz in Zürich hatte ich einen Eistee bestellt – unwissend, dass da nicht irgendein Fertigprodukt von Lipton oder Nestea serviert würde. Seine Farbe war ungewöhnlich rot, im Glas steckte ein Zweiglein Marokkanische Minze, das wohl nicht mehr Schwimmen lernen würde. Der Trunk hatte so umwerfend geschmeckt und den Durst so gut gelöscht, dass er im Nu weg war – und ich mir vorgenommen hatte herauszufinden, wie man so einen Tee macht.

Ich weiss nicht, ob ich um die Jahrtausendwende schon im Internet gesucht hatte. Aber irgendwie bin ich auf die Rezeptur „Früchtetee, Schwarztee, Minze“ gekommen. Dann galt es nur noch, im Rahmen von ein paar Versuchen das richtige Mischungsverhältnis zu finden. Seither stehen fast immer ein bis drei Glaskrüge im heimischen Kühlschrank. Das Schöne an diesem Getränk: es verleidet einem nie, ist es doch beliebig variabel. Es kann z.B. mit Pfirsich- oder Orangen-Schwarztee zubereitet werden, man kann Eisenkraut oder Lindenblüten dazugeben – der Experimentierfreude sind kaum Grenzen gesetzt.

Ein Wort noch zur Minze: wenn’s geht (von Frühling bis Herbst), unbedingt frische Minze nehmen. Der Geschmack ist einfach besser als der von getrockneter Minze in Teebeuteln. Und wenn möglich: Marokkanische Minze.

Und ein Wort noch zu den Tees: in grossen Coop-Läden gibt es diese gelben Beutel mit 100 g Teemischung drin. Mein Favorit ist Hawaii-Cocktail, zur Abwechslung auch mal Tropical Fruits. Den Schwarztee nehme ich ebenfalls offen, keine Beutel.

Und ein letztes Wort zur Süsse: mit 100 g Zucker auf 3 Liter Tee ist er immer noch bedeutend weniger süss als die Fertigprodukte. Er hat dann ca. 20 kcal/dl, also immer noch mehr als die Hälfte weniger als Coca-Cola, Sprite, Rivella, etc.

Hier geht’s zum Rezept.

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Ein Gedanke zu „Kalter Tee für heisse Tage“

  1. Und ich kann als regelmässiger Gast im Haus Dähler-Baumgartner nur bestätigen: Der Tee verleidet nie!

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