Alle Beiträge von dominicdaehler

Aprikosen-Himbeer-Kuchen


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Es war wieder mal an der Zeit, die Kuchenpalette zu erweitern. Nusstorte, Oster-, Erdbeer-, Heidelbeer-, Schokolade- und Marronikuchen hat jedermann und jedefrau in meinem Umfeld schon gehabt. Erdbeeren gibt’s zwar noch, aber jetzt ist Aprikosenzeit. Also habe ich mich kundig gemacht, was man damit anstellen könnte.

Überzeugt hat mich das Rezept für einen Aprikosen-Himbeer-Kuchen. Aprikosenhälften auf einem Teigboden aneinandergereiht hinterlassen Löcher, die gestopft werden müssen. Etwas Kleineres wäre als Fugenmaterial geeignet, z.B. Himbeeren. Für beides ist jetzt Saison. Selbstverständlich konnte ich ihn nicht einfach so nachbacken, sondern habe ihn meinem Gusto entsprechend adaptiert. Als bekennender Mürbeteigfan habe ich meinen üblichen Mürbeteig gemacht, den ich auch einfach so gebacken essen könnte, ohne jegliche Füllung. Etwas Vanille gehört auch noch in den Guss rein.

Herausgekommen ist eine Fruchwucht: saftig, fruchtig, nicht zu süss.

Hier geht’s zum Rezept.

Schon probiert? Darbo Marillenkonfitüre


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Wie weiter unten zu erfahren ist, habe ich diesen Frühling wegen kaum mehr zu bremsenden Osterkuchenbackens zur Aprikosenkonfitüre gefunden – nicht nur für den Kuchen, sondern auch auf’s Brot. Aber nicht einfach irgendeine Aprikosenkonfitüre soll es sein, nein, nur zwei ganz bestimmte Produkte finden den Weg in meinen Magen, und beide kommen Sie aus Österreich – und sind sie Fruchtbomben sondergleichen.

Zum einen ist da jene von Staud’s aus Wien, zu der ich mich unten geäussert habe (gibt es bei Otto’s).  Ob die hierzulande abgesehen von Delikatessengeschäften sonst noch jemand führt – keine Ahnung. Nachdem ich etwa fünf Otto’s Warenposten abgeklappert und gerade mal einer noch ein Glas hatte, bin ich zum Schluss gekommen, dass es an der Zeit sei, die Marillenkonfitüre von Darbo ersatzweise zu versuchen. Um ehrlich zu sein: ich stelle kaum einen Unterschied fest. Hammer, auch die. Wie das Etikett zeigt, hat sie mit 70 % den gleich hohen Fruchtanteil wie jene von Staud’s, ist eher kompottartig und nicht zu süss. Die Konsequenz: die Konfitürenschicht, die ich auf das Brot schmiere, ist etwa 5 mm dick, das 200 g-Glas entsprechend schnell leer.

Käuflich zu erwerben gibt’s Darbo bei Spar. Vorteil: Spar-Filialen findet man etwas häufiger als Otto’s, und diese Konfitüren gehören dort zum Standard-Sortiment.

Ach ja, falls jetzt jemand den nächsten Spar ansteuert und das Fach mit der Marillenkonfitüre dort gerade leer sein sollte: ich habe mir einen Vorrat angelegt, sie sind ja fast zwei Jahre lang haltbar. Das untenstehende Bild stammt aus unserem Keller. Und ich bin mir ziemlich sicher: das Jahr 2015 wird keines der etwa 25 Gläser erleben.

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Schlorzifladen


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Seltsamer Name, wenn man nicht aus dem Appenzellerland oder Toggenburg kommt. Dort kommt er nämlich her, der Schlorzifladen. Den Namen hatte ich schon lange gekannt, kann mich aber nicht daran erinnern,  wann ich das letzte Mal einen gegessen hatte.

Ausser natürlich: vor ein paar Wochen, auf einer Wanderung im Alpstein – zur Bollenwees, um genauer zu sein. Dort prangte sein Name nämlich auf der Speisekarte. Gelesen, bestellt – ging nicht anders.

Wunderbar hat er gemundet, dabei ist er eigentlich eine ganz einfache Sorte von Kuchen: Mürbeteig, Schlorzi, Rahm-Eier-Guss. Soweit alles klar, bis auf… was zum Henker ist Schlorzi? Dahinter verbirgt sich nichts anderes als Birnweggenfüllung. Geht man im Web nach Rezepten suchen, dann bedienen sich 90 % des Gefundenen der Simpel-Variante: Füllung kaufen, gibt’s bei jedem Grossverteiler. Dabei gibt es gar nicht viel zu tun, die selber herzustellen, zumal das Weichkochen von gedörrten Weichspeckbirnen in Rotwein zum Standardprozedere für die Herstellung von Birnenbrot dient. Und die mache ich schliesslich schon seit Jahren selber.

Am Fälensee gegessen, ein paar Wochen später selber probiert. Wirklich keine grosse Sache.

Hier geht’s zum Rezept.

Auslöser des Schlorzifladen-Selberbackens: der Ort, wo ich für dieses Foto des  Fälensees gestanden habe – das Restaurant Bollenwees im Alpstein.

Faelensee

Schon probiert? Staud’s Marillenkonfitüre


Stauds

Bis vor kurzem sagte mir dieser Name nichts: Staud’s Konfitüren aus Wien. Bis ein Freund mir vor ein paar Wochen mal Aprikosenkonfitüre (bzw. Marille, wie die Österreicher sie nennen) von denen zum Probieren gab. Ich war hin und weg.

Konfitüren rangierten noch bis anfangs dieses Jahrs weit unten im Niemandsland jener Dinge, die ich beim Frühstück nicht brauche. Einzige Ausnahme bildete seit diesem Frühjahr Aprikosenkonfitüre. Eigentlich hatte ich nur welche für den Osterkuchen benötigt, merkte dann aber irgendwann, dass ich den Geschmack und die Säure recht gern bekam. So schaffte es Aprikosenkonfitüre ab März dieses Jahres zum Inventar unseres Kühlschranks.

Und nun habe ich also jene von Staud’s probiert. Eine wahrhaftige Geschmacksexplosion im Mund, mit grossen  Fruchtstücken drin, ausserdem nicht übersüss, fast eher von kompottartiger Konsistenz, viel weniger gelatinös als die hiesigen Konfitüren. Ein Blick auf das Etikett belegte diesen Befund: Fruchtanteil 70%. Bei uns sind’s üblicherweise ca. 55%.

Der Effekt davon zeigte sich nach gut anderthalb Wochen: das Glas mit 635 g Inhalt hatte ich in dieser Zeit geleert – allein. Erhältlich ist diese wunderbare Konfitüre bei Otto’s Warenposten. Ein grosses Glas mit schäbiger Etikette, aber grandiosem Inhalt. Im einen oder anderen Delikatessengeschäft findet man sie auch – dann im kleinen  Glas, dafür mit edel anmutendem Outfit, zum fast dreifachen Preis. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass der Inhalt identisch ist. Etwa ähnlich gut seien übrigens jene von Darbo aus Tirol, habe ich mir sagen lassen. Mit ebenfalls 70 % Fruchtanteil. Gibt’s in der Schweiz bei Spar, wird bei nächster Gelegenheit verkostet.

Immer noch Erdbeerzeit


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Wenn sie schön rot und reif sind, kann man sie einfach so essen, sie schmecken herrlich aromatisch – Erdbeeren. Es lassen sich aber auch noch andere Dinge damit anstellen. 

Konfitüre machen beispielsweise. Ist allerdings nicht so mein Ding. Wenn Konfitüre, dann Aprikose, am liebsten von unseren Nachbarn im Osten. Die nennen sie Marillen und verwenden bedeutend mehr Früchte als hierzulande üblich – zumindest was ich bis jetzt von da probiert habe (Staud’s und Darbo). Eine absolute Geschmacksexplosion.

Aber zurück zu den Erdbeeren: warum nicht einfach eine Torte machen? Was mit Heidelbeeren geht, sollte sich auch auf Erdbeeren oder andere Beerenfrüchte ummünzen lassen. So geschehen heute, am regnerischen letzten Junisonntag. Kann ich zum Nachbacken wärmstens empfehlen.

Hier geht’s zum Rezept.

Panzanella: Toscanischer Brotsalat


panzanella

Panzanella – ein Name, hundert Variationen. Unter dem Strich: was fange ich mit altbackenem Brot an? Einweichen, ergänzen mit feinem Gemüse, Salatsauce drüber – finito! Aber sehr schmackhaft, ein wunderbar mediterran anmutendes, leichtes Sommergericht.

Was immer reingehört: Tomaten, Gurke, Zwiebeln, Brotwürfel. Der Rest ist dem persönlichen Gusto überlassen. Das Rezept, das ich gefunden hatte, hatte neben Peperoni auch Kresse und Rohschinkenstreifen drin.  Rohschinken ja, Kresse nein. Vielleicht eher Rucola? Dörrtomatenstreifen und Oliven gehen auf alle Fälle.

Da ich kaum je altbackenes Brot habe und es nicht mag, wenn die Würfel salatsaucengesättigt matschig werden, röste ich sie in etwas Olivenöl an – nur wenig, sind ja keine Croûtons.

Hier geht’s zum Rezept.

Restaurant Quaglinos, Zürich: Perfekt von A – Z


quaglinos

Ich liebe Restaurants, die dem Stil französischer Brasserien nachempfunden sind – nicht nur, was die Speisekarte anbelangt, sondern auch bezüglich Interieur. Auf der Suche nach solchen Lokalen in Zürich bin ich schon vor längerer Zeit auf das Restaurant Quaglinos gestossen. Es liegt gleich hinter dem Opernhaus Zürich an bester Lage, Speisekarte und Menu waren Grund genug, es endlich zu besuchen.

Kurz nachdem ich reserviert hatte, kam ich auf die Idee, doch noch auf Tripadvisor nachzuschauen, was andere Gäste bezüglich ihres Besuchs zu vermerken hatten. Es gab neben einigen ausgezeichneten Kommentaren auch ein paar Verrisse. Hätte ich doch nicht nachgeschaut. Um es vorwegzunehmen: der Besuch war ein absolutes Highlight. Vom erfrischenden Service über die Zubereitung bis hin zum Wein – alles perfekt. Mehr Details zu dieser vorzüglichen Gaststätte gibt es hier zu lesen .

Die Auferstehung der „Sri Lanka Curry Coated Peanuts“


SLCP

Seit einigen Jahren gibt es Erdnüsse nicht nur in der altbekannten gerösteten und gesalzenen Variante, sondern dank meist fernöstlicher Einflüsse auch in würzigen und teilweise scharfen Versionen. Mein Favorit waren im Laufe der Zeit die Sri Lanka Curry Coated Peanuts. Die Sorte gab’s nur bei Coop, von Fine Food – und plötzlich waren sie anfang 2014 aus den Regalen verschwunden.

Begonnen hatte der Reigen meines Wissens – zumindest bei der Fine Food-Produktelinie von Coop – vor Jahren mit den Wasabi-Erdnüssen.  Vielleicht sind mir die Sri Lanka Curry Coated Peanuts auch einfach erst später aufgefallen. Auf alle Fälle haben sie nach dem ersten Probieren innert kürzester Zeit die Wasabi-Nüsse vom Podestplatz verdrängt. Scharf waren sie auch, aber mit Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Chilli, Zimt und Zwiebeln in der Curry-Mischung v.a. sehr viel würziger.

Jahrelang gehörten nun also die Dinger zur Standardausstattung meines Apéroschrankes – und plötzlich gab’s diesen Winter keine mehr bei Coop. Na, dann kaufe ich die halt das nächste Mal, hatte ich gedacht. Wieder nichts. Nachgefragt: im Moment nicht erhältlich. Etwa einen Monat später nochmals erkundigt: aus dem Sortiment genommen wegen Qualitätsproblemen.

Ein paar Monate lange hatte ich mich damit abgefunden bis ich auf die Idee kam, dass man ja sowas vielleicht selber machen könnte. Also sofort gegoogelt. Für die Curry-Version findet man zwar kein Rezept, wohl aber einige für Wasabi-Nüsse. Also habe ich einfach das genommen, auf Curry umgemünzt, und schon der erste Wurf hat die Erinnerungsfunktion meiner Geschmackspapillen aktiviert. Noch ein bisschen nachjustiert, jetzt habe ich sie wieder, meine Lieblings-Erdnüsse! Wichtig: das richtige Curry nehmen. Versucht habe ich es mit jenem von Globus, Sri Lanka Curry. Hat perfekt gepasst.

Und so geht’s:

  • 50 g Aquafaba (Kochwasser von Kichererbsen)
  • 30 g Sri Lanka Currypulver
  • 1 Espressolöffel (gestrichen) Salz
  • 300 g Erdnüsse

Alle Zutaten ausser Erdnüsse in eine Schüssel geben, mischen, zu einer homogenen Paste rühren (falls rohe, ungesalzene Erdnüsse verwendet werden, 2 Espressolöffel Salz verwenden). Nun die Erdnüsse dazugeben und rühren, bis sich die ganze Paste auf ihrer Oberfläche verteilt hat. Die Erdnüsse auf ein Backpapier geben (eine Schicht), im Backblech bei 150°C während 15 Minuten im Backofen rösten. Anschliessend auskühlen lassen, aneinander klebende Nüsse voneinander trennen.

Safran-Schokoladekuchen


Safranschokoladekuchen

Abgesehen von Spezialkuchen und -torten wie Osterkuchen, Heidelbeerkuchen, Bündner Nusstorte, etc. unterteile ich das, was ich an Kuchigem im allgemeinen so backe, in zwei Sorten: Kuchen, deren Masse zur Hauptsache aus Nussmehl und schaumig geschlagenen Eiern besteht und solche, die das gleiche mit Mehl und Backpulver hinkriegen. Der Rest besteht aus einer Variation von verschiedenen Zutaten wie Schokolade, Gewürzen, Nüssen, etc., die dann den Kuchen zu dem machen, was er ist.

Warum der ganze Sermon? Weil ich letzthin das gefühlte 20. Rezept für einen neuen Schokoladekuchen ausprobiert hatte. Getönt hatte es beim Lesen nach der Mutter aller Schokoladekuchen, mit viel von der namensgebenden Zutat drin, plus geröstete Haselnüsse. Rausgekommen ist:  bloss ein weiterer Schokoladekuchen – durchaus gut zwar, feucht, sehr schokoladig, aber eben…  Dann kam mir die Idee, das Rezept abzuändern. Statt die Haselnussmasse mit flüssiger Schokolade braun zu machen – machen wir sie doch gelb! Safran ist neben Zimt und einigen Doldenblütler-Samen wie Fenchel oder Anis meiner Meinung nach eines der wenigen Gewürze, die sich auch für eine süsse Anwendung eignen.

Schon der erste Wurf war ziemlich genau so rausgekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Gelb, Safrangeschmack, Schoggimocken, geröstete Haselnüsse drin – hier geht’s zum Rezept.

Schon probiert? Chopfab hell


Chopfab hell

Meine erste Begegnung mit dem Chopfab-Gerstensaft im Februar 2013 war zwiespältig und hinterliess einen „so wird das nichts“-Eindruck. Seit kurzem findet man das Bier bei Coop. Erfreut stelle ich fest: da ist viel passiert in der Zwischenzeit.

Grössten Respekt vor dem einen der Initianten der Brauerei Doppelleu in Winterthur hatte ich schon damals, bei dieser ersten Begegnung. Ich war an einer privaten Geburtstagsparty eingeladen, und irgendwann im Verlaufe des Abend wurde das Bier präsentiert und die Geschichte erzählt, wie es dazu gekommen war. Genug vom Job und seinem engen Gewand gehabt, Familienvater, trotz aller Verpflichtungen den Job an den Nagel gehängt, zusammen mit einem Partner die nötigen Apparaturen eigenhändig aus einer in Holland liquidierten Brauerei importiert, in Winterthur zusammen mit einem Braumeister eine Brauerei eingerichtet. In diesem hart umkämpften Markt? Klein- und Kleinstbrauereien, von denen jede versuchte, sich ein Stück des Kuchens zu ergattern? Das brauchte sehr viel Mut, und wohl auch eine Portion Leichtsinn.

Bei den ersten beiden probierten Bieren hatte ich ein ungutes Gefühl. Mit sowas würden sie den schweizerischen Durchschnittsgeschmack nicht treffen, und fürs erste war meine Lust auf ein weiteres Bier dieser Marke gestillt. Eine nächste Chance gab ich ihm im Sommer, in einer Bar im Niederdorf – und war angenehm überrascht.

Etwas mehr als ein Jahr später plötzlich bei Coop erhältlich

Und nun, vor zwei Wochen im Coop in meiner Wohngemeinde, sehe ich plötzlich ein Sechserpack im Regal stehen. Zwei verschiedene Sorten, um genau zu sein. Und noch in Halblitergrösse als Lagerbier in der Dose. Das ganze zu einem absolut konkurrenzfähigen Preis. Ich schnappte mir ein Sechserpack des „Chopfab hell“, in der Meinung, wird wohl so ein Bier sein.

Eine Woche stand es danach noch im Keller. Vorgestern habe ich das erste probiert. Mir fiel die Kinnlade hinunter: was für ein Bier! Wunderbare Würze, aromatisch im Abgang, perlte schön, nicht zu bitter – genau nach meinem Geschmack. Man fragt sich, warum andere das noch nicht hinbekommen haben. Mein Entscheid auf alle Fälle ist klar: in Zukunft „Chopfab hell“.  Ich hoffe, die Produkte der Bierbrauer aus Winterthur schaffen es dauerhaft in die Coop-Regale. Und dass sie diese Qualität auch bei grossen Mengen beibehalten können.